Papierfabrik Gmund

Fotos: T. Karipidis
Fotos: T. Karipidis

Allerfeinstes Feinstpapier

Die mehrstündige Anfahrt zum Tegernsee hatte ich schnell vergessen, so sehenswert war die Papierherstellung in

der Papierfabrik Gmund. Speziell in die ungefähr 130 Jahre alte Papiermaschiene, auf der gerade rotes Briefpapier angefertigt wurde, habe ich mich verguckt - wie schön, daß fotografiert werden durfte bei der Besichtigung.

Doch zunächst ging es vom Zellstofflager aus, vorbei an kubikmeterfassenden "Tintenfässern" hochpigmentierten Inhalts, zum "Holländer" und zur neuen Papiermaschiene, die gerade gewartet wurde. In der Nähe der alten Papiermaschiene war es, dem laufenden Betrieb gemäß, laut, warm und feucht. Am rückwärtigen Ende konnte ich zusehen, wie der ersten 400 kg-Rolle ein Probestück entnommen wurde. Das Lager der Rohrollen war farblich und größenmäßig um ein Vielfaches imposanter, als ich es wiederzugeben vermag. Es handelt sich um eine Art Vorfertigung. Bei Bestellung wird die gewünschte Menge entnommen, gegebenenfalls satiniert oder geprägt, geschnitten, geprüft und verpackt. Das Prüfen ist eine äußerst faszinierende Tätigkeit. Wie können menschliche Augen in dieser Geschwindigkeit allerkleinste Abweichungen erfassen und die Bögen synchron dazu zählen? Die Packerinnen hatten ihr Papier ebenfalls beeindruckend im Griff - in ihren Händen schien es zu schweben. Mich hat Gmund voll und ganz überzeugt. Ich werde bestellen, sobald ich die für mich idealen Papierqualitäten in meiner Werkstatt herausgefunden habe.

 

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